BU-Urteile nach Thema

BU-Urteile zu Depression, Burnout und psychischen Erkrankungen

Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit und zugleich besonders streitanfällig, weil objektive Befunde fehlen. Hier finden Sie Urteile zu Depression, Burnout, Angststörungen und mehr.

59 Entscheidungen, davon 10 vom Bundesgerichtshof · 33 ganz oder teilweise zugunsten der Versicherten

LG Krefeld · Urteil vom · 2 O 54/23

Hausfrau mit schwerer Depression ist berufsunfähig

Auch die Haushaltsführung kann der versicherte Beruf sein. Eine Hausfrau mit schwerer Depression erhielt BU-Rente und Beitragsbefreiung.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Depression
  • Psychische Erkrankung
  • Hausfrau

LG Kleve · Urteil vom · 6 O 1/22

Verspätete BU-Rente: Versicherer muss Progressionsschaden ersetzen

Zahlt der BU-Versicherer im Verzug mehrere Renten auf einmal nach, muss er die dadurch höhere Einkommensteuer (Progressionsschaden) ersetzen.

  • Teilweise erfolgreich
  • Leistungsantrag und Mitwirkung
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Depression
  • Arthrose
  • Bautechniker

LG Köln · Urteil vom · 26 O 404/20

Depression ja, BU nein: Leistungseinbuße von 50 % nicht bewiesen

Trotz Depression und Therapien scheiterte die BU-Klage: Der Gutachter konnte keine mindestens 50-prozentige Einschränkung im Beruf feststellen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Psychische Erkrankungen
  • Gutachten und Beweis
  • Depression
  • Tinnitus

BGH · Beschluss vom · IV ZR 131/23

BGH: Psychische Beschwerden müssen mitbegutachtet werden

Ein Gericht darf eine BU-Klage nicht nur auf ein orthopädisches Gutachten stützen, wenn der Versicherte auch psychische Beschwerden vorgetragen hat.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Mit Praxistipp
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Chronische Schmerzen
  • Depression
  • Produktionsarbeiter

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 37/23

Depression abgeklungen: Leistungseinstellung im laufenden Prozess wirksam

Ein Versicherer darf eine zeitweise bestehende BU im Prozess beenden, wenn ein Gutachten zeigt, dass die Leistungsfähigkeit wieder über 50 % liegt.

  • Teilweise erfolgreich
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Versicherungsvermittler

BGH · Urteil vom · IV ZR 58/22

Dienstunfähigkeitsklausel: Ruhestandsbescheid allein reicht nicht

Bei dieser Dienstunfähigkeitsklausel darf der Versicherer die Dienstunfähigkeit selbst prüfen. Wer die Untersuchung verweigert, bekommt vorerst nichts.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Mit Praxistipp
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Leistungsantrag und Mitwirkung
  • Psychische Erkrankung
  • Bürgermeister

LG Bielefeld · Urteil vom · 18 O 88/20

Selbständiger Versicherungsvermittler mit Depression zeitweise BU

Ein selbständiger Versicherungsfachmann mit Depression erhielt BU-Rente und Beitragsbefreiung – allerdings nur bis Mai 2022.

  • Teilweise erfolgreich
  • Psychische Erkrankungen
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Depression
  • Versicherungsvermittler

LG Düsseldorf · Urteil vom · 9 O 577/20

BU-Ansprüche verjährt: BaFin-Beschwerde hemmt die Verjährung nicht

Nach klarer Leistungsablehnung beginnt die Verjährung. Eine Beschwerde bei der BaFin stoppt sie nicht – die Klage eines Wertpapierhändlers kam zu spät.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Verjährung
  • Psychische Erkrankungen
  • Burnout
  • Depression
  • Wertpapierhändler

LG Bielefeld · Urteil vom · 7 O 259/16

Krankenschwester verliert: Gutachten fanden Aggravation statt Befunde

Lassen Gutachter wegen auffälliger Testergebnisse keine verlässliche Bewertung der Leistungsfähigkeit zu, scheitert die BU-Klage trotz vieler Beschwerden.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Herzerkrankung
  • Chronisches Fatigue-Syndrom
  • Pflegekraft

OLG Köln · Urteil vom · 20 U 84/189

Leistungseinstellung scheitert: Versicherer bewies keine Besserung

Bei der Nachprüfung muss der Versicherer eine gesundheitliche Besserung voll beweisen. Bleibt sie unklar, muss er weiter BU-Rente zahlen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Gutachten und Beweis
  • Schwindel
  • Angststörung
  • Bankkaufmann

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 67/21

Versicherungsvermittler mit schwerer Depression ist berufsunfähig

Ein Versicherungsvermittler mit schwerer Depression erhält BU-Renten aus vier Verträgen – allerdings erst ab dem Zeitpunkt, ab dem die BU bewiesen ist.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Gutachten und Beweis
  • Depression
  • Versicherungsvermittler

OLG Köln · Urteil vom · 20 U 50/18

Mangelhaftes Gutachten: Depressionsklage scheitert in zweiter Instanz

Das OLG hob eine BU-Verurteilung auf: Das erste psychiatrische Gutachten war methodisch ungenügend, das neue Gutachten ließ Zweifel offen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Angststörung
  • Außendienstmitarbeiter

LG Aachen · Urteil vom · 9 O 259/19

Kaufmännische Angestellte mit Panikstörung erhält volle BU-Rente

Das LG Aachen sprach einer psychisch erkrankten Angestellten BU-Rente und Beitragsbefreiung zu, obwohl sie eine Zusatztestung verweigert hatte.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Leistungsantrag und Mitwirkung
  • Angststörung
  • Depression
  • Bürokaufmann

BGH · Beschluss vom · IV ZR 220/19

Widersprechende Gutachten zur Nachprüfung: Gericht muss weiter aufklären

Hält das Gericht ein Gerichtsgutachten wegen eines Privatgutachtens für unzureichend, muss es ein weiteres Gutachten einholen statt selbst zu entscheiden.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Mit Praxistipp
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankung
  • Selbständiger Marktleiter

BGH · Urteil vom · IV ZR 65/19

Ohne Änderungsmitteilung keine Leistungsfreiheit – auch ohne Anerkenntnis

Fällt die Berufsunfähigkeit später weg, muss der Versicherer dies grundsätzlich formgerecht mitteilen, selbst wenn er nie anerkannt hatte.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Mit Praxistipp
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Geschäftsführer

LG Bielefeld · Urteil vom · 18 O 18/19

Verschwiegene Psychotherapie: Arglistanfechtung durch Versicherer wirksam

Wer kurz vor Antragstellung psychiatrisch behandelt wird und dies verschweigt, riskiert die Anfechtung. Auch Fehler des Maklers werden zugerechnet.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Psychische Erkrankung
  • Schneider

BGH · Urteil vom · IV ZR 235/18

Befristetes Anerkenntnis ohne Begründung ist nicht wirksam befristet

Der Versicherer darf ein Anerkenntnis nur mit sachlichem Grund befristen und muss die Befristung gegenüber dem Versicherten begründen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Mit Praxistipp
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Depression
  • Selbständiger IT-Dienstleister

OLG Hamm · Beschluss vom · 20 U 82/19

Verschwiegener Amphetaminkonsum: Anfechtung der BU wirksam

Wer die Frage nach Drogenkonsum trotz gelegentlicher Amphetamin-Einnahme verneint, verliert den BU-Schutz durch Arglistanfechtung.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Bipolare Störung
  • Depression
  • Maschinenführer

OLG Düsseldorf · Urteil vom · 4 U 132/17

Arglistanfechtung: Urteil aufgehoben, Datenerhebung muss geprüft werden

Urteil zur Arglistanfechtung eines BU-Vertrags aufgehoben. Zu prüfen ist auch, ob der Versicherer die erhobenen Gesundheitsdaten nutzen darf.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Posttraumatische Belastungsstörung

BGH · Hinweisbeschluss vom · IV ZR 124/18

Rente läuft weiter, bis der Versicherer die Besserung formgerecht mitteilt

Auch ohne Anerkenntnis muss der Versicherer den Wegfall der BU durch eine ordnungsgemäße Änderungsmitteilung geltend machen – bis dahin zahlt er.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Mit Praxistipp
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • IT-Systemadministrator

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 75/17

Unternehmerin mit schwerer Depression nach Insolvenz ist berufsunfähig

Eine schwere Depression nach der Insolvenz der eigenen Firma kann zur BU führen – auch wenn der Gutachter des Versicherers widerspricht.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Selbständige und Umorganisation
  • Depression
  • Geschäftsführerin

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 33/17

Verweisung scheitert: Maßstab ist der angestrebte Beruf als Rechtspfleger

Wer in der Ausbildung erkrankt, wird am angestrebten Beruf gemessen – hier Rechtspfleger statt technischer Zeichner.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Verweisung auf einen anderen Beruf
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Psychische Erkrankung
  • Rechtspfleger

OLG Hamm · Hinweisbeschluss vom · 6 U 92/17

Busfahrer muss beweisen, dass BU erst nach Vertragsbeginn eintrat

Wer schon vor Vertragsbeginn berufsunfähig gewesen sein könnte, muss das Gegenteil beweisen. Ein Busfahrer mit PTBS scheiterte daran.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Depression
  • Berufskraftfahrer

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 194/16

Leistungseinstellung unwirksam: Versicherer muss Besserung voll beweisen

Nach einem Anerkenntnis muss der BU-Versicherer die Gesundheitsbesserung voll beweisen – auch bei psychischen Erkrankungen. Die Rente läuft weiter.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Angststörung
  • Unternehmensberater

LG Siegen · Urteil vom · 1 O 213/16

Rücktritt wirksam: Vorerkrankungen bei Gesundheitsfragen alle verneint

Wer bekannte Erkrankungen nicht angibt und sich auf den Vermittler beruft, muss genau darlegen, was er ihm gesagt hat – sonst ist der Rücktritt wirksam.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Essstörung
  • Psychische Erkrankung

OLG Hamm · Hinweisbeschluss vom · 20 U 96/17

Leistungseinstellung unwirksam: Gutachten nur geschwärzt übersandt

Stützt der BU-Versicherer eine Leistungseinstellung auf ein Gutachten, muss er es ungeschwärzt übersenden. Sonst ist die Einstellung unwirksam.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression

LG Dortmund · Urteil vom · 2 O 355/14

Busfahrer mit PTBS: BU muss nach Vertragsbeginn eingetreten sein

Der Versicherte war als Busfahrer berufsunfähig, konnte aber nicht beweisen, dass die BU erst nach Versicherungsbeginn eintrat. Klage abgewiesen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Depression
  • Berufskraftfahrer

LG Münster · Urteil vom · 115 O 123/12

Geschäftsführerin mit Depression: Vier BU-Versicherer müssen zahlen

Eine Geschäftsführerin, die wegen Depressionen berufsunfähig wurde, erhält BU-Renten und Beitragsfreiheit aus vier Zusatzversicherungen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Beiträge, Dynamik und Zinsen
  • Depression
  • Geschäftsführer

BGH · Hinweisbeschluss vom · IV ZR 280/15

Befristete Kulanzvereinbarung ohne Aufklärung über Nachteile treuwidrig

Bietet der Versicherer eine befristete Kulanzleistung an, ohne die Nachteile zu erklären, kann er sich nicht darauf berufen und muss nachprüfen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Mit Praxistipp
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Depression
  • Einzelhandelskaufmann

LG Münster · Urteil vom · 115 O 133/16

Konkrete Verweisung: Technischer Zeichner wahrt Lebensstellung

Ein früherer Rechtspflegeranwärter mit Psychose wurde zu Recht auf seine neue Arbeit als Technischer Zeichner verwiesen, weil er dort mehr verdient.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Verweisung auf einen anderen Beruf
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Psychose
  • Depression
  • Rechtspfleger

LG Arnsberg · Urteil vom · 2 O 26/13

Bestatter mit Depression und Zwangsstörung ist berufsunfähig

Ein selbständiger Bestatter, der wegen psychischer Erkrankungen keinen Kontakt zu Kunden und Verstorbenen mehr haben kann, erhält die volle BU-Rente.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Gutachten und Beweis
  • Depression
  • Angststörung
  • Bestatter

OLG Köln · Urteil vom · 20 U 9/14

Ausbildungsleiterin mit Depression erhält BU-Rente (fingierte BU)

Wer sechs Monate ununterbrochen zu mindestens 50 % berufsunfähig war, gilt nach den Bedingungen als berufsunfähig – auch ohne Dauerprognose.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Gutachten und Beweis
  • Depression
  • Burnout
  • Lehrer

OLG Hamm · Hinweisbeschluss vom · 20 U 187/15

Berufssoldat mit PTBS: Keine Verweisung auf befristeten Hochschuljob

Eine befristete Teilzeitstelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter entspricht nicht der Lebensstellung eines Berufssoldaten – die BU-Rente läuft weiter.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Verweisung auf einen anderen Beruf
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Berufssoldat

OLG Hamm · Hinweisbeschluss vom · 20 U 191/15

Verschwiegenes Antidepressivum: BU-Vertrag wirksam angefochten

Wer die Einnahme eines Antidepressivums und eine Migräne verschweigt, verliert den BU-Schutz – auch wenn später eine ganz andere Erkrankung zur BU führt.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Migräne

OLG Hamm · Urteil vom · 26 U 40/14

Rücktritt wirksam: Verdacht auf MS im Antrag verschwiegen

Wer im BU-Antrag alle Gesundheitsfragen verneint, obwohl Vorerkrankungen bestanden, verliert trotz späterer Berufsunfähigkeit den Leistungsanspruch.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Multiple Sklerose
  • Psychische Erkrankung
  • Fahrzeugdisponent

LG Dortmund · Urteil vom · 2 O 332/13

Ohne gezielte Schweigepflichtentbindung wird BU-Rente nicht fällig

Der Versicherer darf auch Vorerkrankungen vor Vertragsschluss prüfen. Wer die gezielte Schweigepflichtentbindung verweigert, wartet.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Leistungsantrag und Mitwirkung
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Depression
  • Versicherungsvermittler

LG Bochum · Urteil vom · 4 O 413/14

Ex-Soldat mit PTBS: Verweisung auf befristete Uni-Stelle unwirksam

Nach Umschulung erworbene Fähigkeiten zählen nur, wenn die Bedingungen das vorsehen. Eine befristete Stelle trägt keine Verweisung.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Verweisung auf einen anderen Beruf
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Soldat

LG Dortmund · Urteil vom · 2 O 275/11

Straßenbahnfahrer mit psychischer Erkrankung erhält BU-Rente weiter

Befristete Kulanzvereinbarung schiebt den Prüfzeitpunkt nicht hinaus; der Versicherer konnte das Ende der Berufsunfähigkeit nicht beweisen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Psychische Erkrankungen
  • Psychische Erkrankung
  • Rückenleiden
  • Straßenbahnfahrer

OLG Köln · Urteil vom · 20 U 86/14

BU-Versicherer an Feststellung des Krankentagegeldversicherers gebunden

Hat der Krankentagegeldversicherer im Konzernverbund Berufsunfähigkeit festgestellt, muss der BU-Versicherer laut Servicegarantie nahtlos zahlen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Psychische Erkrankung
  • Rückenleiden
  • Vermögensberater

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 82/12

Verkäufer scheitert: Gutachten sieht Aggravation statt BU

Das OLG Hamm verneinte die BU eines Verkäufers nach psychiatrischem Gutachten. Testunterlagen des Gutachters musste es nicht herausgeben lassen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Chronische Schmerzen
  • Verkäufer

LG Köln · Urteil vom · 26 O 283/07

Vermögensberater: Psychische BU nicht bewiesen, Klage abgewiesen

Ein selbständiger Vermögensberater konnte Depression und Panikstörung nicht objektiv belegen. Das Gericht verneinte die Berufsunfähigkeit.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Angststörung
  • Vermögensberater

LG Dortmund · Urteil vom · 2 O 249/13

Versicherer hätte anerkennen müssen: Fiktives Anerkenntnis sichert Rente

Lehnt der Versicherer trotz eigener Unterlagen zu Unrecht ab, wird das gebotene Anerkenntnis fingiert – er zahlt bis zu einer ordnungsgemäßen Nachprüfung.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Burnout
  • Arzthelferin

OLG Köln · Urteil vom · 20 U 15/11

Rücktritt wirksam, aber BU-Rente wegen fehlender Kausalität geschuldet

Ein Rücktritt nach Eintritt des Versicherungsfalls lässt die Leistungspflicht bestehen, wenn die verschwiegenen Leiden nichts mit der BU zu tun haben.

  • Teilweise erfolgreich
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Buchhalter

BGH · Urteil vom · IV ZR 143/10

Klagefrist gewahrt: Prozesskostenhilfe-Beschwerde darf Monatsfrist nutzen

Laut BGH darf eine Versicherte für die Beschwerde gegen abgelehnte Prozesskostenhilfe die volle Monatsfrist nutzen, ohne die Klagefrist zu verlieren.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Mit Praxistipp
  • Verjährung
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Depression
  • Angststörung
  • Erzieher

OLG Köln · Urteil vom · 20 U 168/10

Gericht darf Anforderungen an Tätigkeitsbeschreibung nicht überspannen

Ein Schreinermeister erhält eine neue Chance: Das Landgericht hatte zu hohe Anforderungen an seine Berufsschilderung gestellt.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Selbständige und Umorganisation
  • Psychische Erkrankung
  • Schreinermeister

LG Bochum · Urteil vom · 4 O 313/09

Bankfilialleiter mit Angst- und Panikstörung erhält BU-Rente

Das LG Bochum sprach einem psychisch erkrankten Bankfilialleiter BU-Rente und Beitragsbefreiung zu, eine Dynamik-Erhöhung der Rente aber nicht.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Beiträge, Dynamik und Zinsen
  • Angststörung
  • Depression
  • Bankkaufmann

OLG Köln · Hinweisbeschluss vom · 20 U 177/09

Geschwärzte Klinikberichte: BU-Leistung wird nicht fällig

Wer Arztberichte geschwärzt einreicht und keine Schweigepflichtentbindung erteilt, verhindert laut OLG Köln die Fälligkeit der BU-Leistung.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Leistungsantrag und Mitwirkung
  • Psychische Erkrankungen
  • Psychische Erkrankung

LG Hagen · Urteil vom · 8 O 372/07

Beamtenklausel: Keine Nachprüfung, solange Dienstunfähigkeit fortbesteht

Knüpft die Nachprüfung bei Beamten an die Dienstunfähigkeit an, darf der Versicherer die Rente nicht wegen eines unbeantworteten Fragebogens einstellen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Leistungsantrag und Mitwirkung
  • Depression
  • Beamter

LG Köln · Urteil vom · 26 O 511/05

Rücktritt wirksam: früheres Burnout im Antrag verschwiegen

Wer ein früheres Burnout mit langer Krankschreibung und depressive Beschwerden im BU-Antrag verschweigt, verliert den Versicherungsschutz.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Burnout
  • Depression
  • Vermögensberater

BGH · Urteil vom · IV ZR 46/06

Kulanzvereinbarung ohne Aufklärung darf Prüfzeitpunkt nicht verschieben

Der BGH stärkt Versicherte: Befristete Kulanzvereinbarungen ohne Aufklärung über ihre Nachteile kann der BU-Versicherer nicht zu seinen Gunsten nutzen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Mit Praxistipp
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Angststörung
  • Versicherungsfachwirt

OLG Köln · Urteil vom · 5 U 93/03

Klagefrist nicht in Gang gesetzt: Hinweis auf Ärzteausschuss fehlte

Die alte Sechsmonats-Klagefrist lief nicht, weil der Versicherer im Ablehnungsschreiben nicht klar zum Ärzteausschuss Stellung genommen hatte.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Leistungsantrag und Mitwirkung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Suchterkrankung

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 186/03

Rücktritt wirksam: Rücken- und Psychobehandlungen verschwiegen

Wer Arztbesuche wegen Rückenbeschwerden und eine Psychotherapie verschweigt, verliert den BU-Schutz, wenn das Leiden die BU mitverursacht.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Rückenleiden

OLG Düsseldorf · Urteil vom · I-4 U 174/02

Gerichtsvollzieher: Dienstunfähigkeit ohne Beamtenklausel reicht nicht

Die Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit beweist ohne Beamtenklausel keine BU. Teilzeitfähigkeit kann den Anspruch ausschließen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Burnout
  • Gerichtsvollzieher

OLG Köln · Urteil vom · 5 U 77/00

Befristete Kulanzleistung ist kein bindendes Anerkenntnis

Zahlt der Versicherer befristet aus Kulanz und macht das klar, ist er nicht an ein Anerkenntnis gebunden. Der Versicherte muss BU dann selbst beweisen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Gutachten und Beweis
  • Chronisches Fatigue-Syndrom
  • Psychische Erkrankung
  • Marketing-Manager

BGH · Urteil vom · IV ZR 203/99

Wiederholte Behandlung mit Psychopharmaka ist offenkundig gefahrerheblich

Der BGH stellte klar: Mehrfache Behandlungen wegen Überforderung mit Psychopharmaka sind für den BU-Versicherer offensichtlich bedeutsam.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Mit Praxistipp
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Psychische Erkrankung
  • Burnout
  • Gerichtsvollzieher

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 162/98

Rücktritt unwirksam: Ingenieur mit Neurose erhält BU-Rente

Trotz verschwiegener psychovegetativer Beschwerden scheiterte der Rücktritt des Versicherers; die BU-Rente ist ab Meldung zu zahlen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Psychische Erkrankung
  • Ingenieur

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 351/94

Selbständiger Schreiner mit Schmerzstörung muss nicht Verkäufer werden

Somatoforme Schmerzen können zur Berufsunfähigkeit führen; ein Werkstattleiter darf nicht auf den Verkäuferberuf im Baumarkt verwiesen werden.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Verweisung auf einen anderen Beruf
  • Selbständige und Umorganisation
  • Chronische Schmerzen
  • Handverletzung
  • Tischler

OLG Köln · Urteil vom · 5 U 245/94

Jahrelange Psychotherapie verschwiegen: Arglistanfechtung wirksam

Wer eine mehrjährige Behandlung wegen schwerer Depressionen bei den Gesundheitsfragen verschweigt, riskiert die Anfechtung des BU-Vertrags.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Transportunternehmer

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 174/91

Anfechtung und Rücktritt scheitern: Installateur erhält BU-Rente

Anfechtung und Rücktritt des Versicherers hielten nicht stand. Ein selbständiger Installateur mit Somatisierungsstörung bekam seine BU-Rente.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Psychische Erkrankungen
  • Psychische Erkrankung
  • Chronische Schmerzen
  • Installateur

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