BU-Urteile nach Thema

BU-Urteile zu Gutachten, Beweislast und Beweisaufnahme

Im BU-Prozess entscheidet oft das gerichtliche Sachverständigengutachten. Diese Urteile zeigen, welche Anforderungen an Gutachten, Beweislast und Beweisaufnahme gelten.

69 Entscheidungen, davon 12 vom Bundesgerichtshof · 28 ganz oder teilweise zugunsten der Versicherten

LG Köln · Urteil vom · 26 O 404/20

Depression ja, BU nein: Leistungseinbuße von 50 % nicht bewiesen

Trotz Depression und Therapien scheiterte die BU-Klage: Der Gutachter konnte keine mindestens 50-prozentige Einschränkung im Beruf feststellen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Psychische Erkrankungen
  • Gutachten und Beweis
  • Depression
  • Tinnitus

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 7/24

Leistungseinstellung nach Knie-OP wirksam: Gesundheit hatte sich gebessert

Der Versicherer durfte die BU-Rente nach Nachprüfung einstellen. Die Einstellungsmitteilung war nachvollziehbar, das alte Anerkenntnis nicht vorschnell.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Knieverletzung

BGH · Beschluss vom · IV ZR 189/23

BGH: Keine überzogenen Anforderungen an die Tätigkeitsbeschreibung

Gerichte dürfen BU-Klagen nicht allein daran scheitern lassen, dass eine Beispielswoche nicht exakt bewiesen ist. Zeugenangaben zum Berufsbild zählen mit.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Mit Praxistipp
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankung
  • Kommunikationsdesigner

BGH · Beschluss vom · IV ZR 131/23

BGH: Psychische Beschwerden müssen mitbegutachtet werden

Ein Gericht darf eine BU-Klage nicht nur auf ein orthopädisches Gutachten stützen, wenn der Versicherte auch psychische Beschwerden vorgetragen hat.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Mit Praxistipp
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Chronische Schmerzen
  • Depression
  • Produktionsarbeiter

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 37/23

Depression abgeklungen: Leistungseinstellung im laufenden Prozess wirksam

Ein Versicherer darf eine zeitweise bestehende BU im Prozess beenden, wenn ein Gutachten zeigt, dass die Leistungsfähigkeit wieder über 50 % liegt.

  • Teilweise erfolgreich
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Versicherungsvermittler

BGH · Beschluss vom · IV ZB 34/23

Berufung im BU-Streit zu Unrecht als unzulässig verworfen

Das OLG durfte die Berufung eines Lkw-Fahrers im BU-Prozess nicht als unzulässig verwerfen. Seine Begründung griff alle tragenden Gründe an.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Gutachten und Beweis
  • Weitere Rechtsfragen
  • Thrombose
  • Berufskraftfahrer

BGH · Beschluss vom · IV ZR 125/23

Schweißer mit Augenleiden: Gericht muss Vortrag zum Raubbau prüfen

Berufsunfähig kann auch sein, wer nur unter Raubbau an der Gesundheit weiterarbeiten könnte. Gerichte dürfen solchen Vortrag nicht übergehen.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Mit Praxistipp
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Augenerkrankung
  • Schweißer

LG Bielefeld · Urteil vom · 18 O 18/22

Altenpflegerin: zweite Leistungseinstellung nach Knie-OP ist wirksam

Nach einer gescheiterten ersten Einstellung durfte der Versicherer die BU-Rente einer Altenpflegerin nach neuer Begutachtung einstellen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Knieverletzung
  • Chronische Schmerzen
  • Pflegekraft

OLG Hamm · Beschluss vom · 20 U 206/23

Hausarzt ersetzt kein Gutachten; Anerkenntnis bindet nicht zur Höhe

Der Hausarzt kann nicht als Zeuge gegen ein Gerichtsgutachten antreten. Ein Anerkenntnis bindet den Versicherer nur dem Grunde nach, nicht zur Rentenhöhe.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Knieverletzung
  • Chronische Schmerzen

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 371/22

Grundschullehrerin mit Chronischem Fatigue-Syndrom ist berufsunfähig

Eine Lehrerin mit CFS bekam ihre BU-Rente zugesprochen. Der Versicherer durfte ihr Berufsbild nicht pauschal mit Nichtwissen bestreiten.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Gutachten und Beweis
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Chronisches Fatigue-Syndrom
  • Lehrer

LG Bielefeld · Urteil vom · 18 O 88/20

Selbständiger Versicherungsvermittler mit Depression zeitweise BU

Ein selbständiger Versicherungsfachmann mit Depression erhielt BU-Rente und Beitragsbefreiung – allerdings nur bis Mai 2022.

  • Teilweise erfolgreich
  • Psychische Erkrankungen
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Depression
  • Versicherungsvermittler

LG Kleve · Urteil vom · 6 O 15/21

Versicherer darf Berufsbild aus eigener Leistungsprüfung nicht bestreiten

Altenpflegerin mit Fußleiden erst ab Oktober 2020 berufsunfähig. Selbst geprüftes Berufsbild darf der Versicherer nicht mit Nichtwissen bestreiten.

  • Teilweise erfolgreich
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Hallux valgus
  • Arthrose
  • Pflegekraft

LG Detmold · Urteil vom · 2 O 299/20

Lehrerin mit Chronischem Fatigue-Syndrom ist berufsunfähig

Das Gericht sprach einer an CFS erkrankten Lehrerin nach gerichtlichem Gutachten BU-Rente, Beitragsrückzahlung und Überschussbeteiligung zu.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Gutachten und Beweis
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Chronisches Fatigue-Syndrom
  • Lehrer

LG Bielefeld · Urteil vom · 7 O 259/16

Krankenschwester verliert: Gutachten fanden Aggravation statt Befunde

Lassen Gutachter wegen auffälliger Testergebnisse keine verlässliche Bewertung der Leistungsfähigkeit zu, scheitert die BU-Klage trotz vieler Beschwerden.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Herzerkrankung
  • Chronisches Fatigue-Syndrom
  • Pflegekraft

OLG Köln · Urteil vom · 20 U 84/189

Leistungseinstellung scheitert: Versicherer bewies keine Besserung

Bei der Nachprüfung muss der Versicherer eine gesundheitliche Besserung voll beweisen. Bleibt sie unklar, muss er weiter BU-Rente zahlen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Gutachten und Beweis
  • Schwindel
  • Angststörung
  • Bankkaufmann

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 67/21

Versicherungsvermittler mit schwerer Depression ist berufsunfähig

Ein Versicherungsvermittler mit schwerer Depression erhält BU-Renten aus vier Verträgen – allerdings erst ab dem Zeitpunkt, ab dem die BU bewiesen ist.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Gutachten und Beweis
  • Depression
  • Versicherungsvermittler

OLG Köln · Urteil vom · 20 U 50/18

Mangelhaftes Gutachten: Depressionsklage scheitert in zweiter Instanz

Das OLG hob eine BU-Verurteilung auf: Das erste psychiatrische Gutachten war methodisch ungenügend, das neue Gutachten ließ Zweifel offen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Angststörung
  • Außendienstmitarbeiter

OLG Hamm · Hinweisbeschluss vom · 20 U 22/21

Rückwirkender Wirbelsäulenausschluss: Keine Rente bei Rückenleiden

Wer nach Anzeigepflichtverletzung einem Leistungsausschluss für die Wirbelsäule zustimmt, erhält für degenerative Rückenleiden keine BU-Rente.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Gutachten und Beweis
  • Rückenleiden
  • Chronische Schmerzen

BGH · Beschluss vom · IV ZR 220/19

Widersprechende Gutachten zur Nachprüfung: Gericht muss weiter aufklären

Hält das Gericht ein Gerichtsgutachten wegen eines Privatgutachtens für unzureichend, muss es ein weiteres Gutachten einholen statt selbst zu entscheiden.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Mit Praxistipp
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankung
  • Selbständiger Marktleiter

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 110/19

Klage scheitert: Tätigkeitsbeschreibung zu vage, BU-Grad nicht bewiesen

Eine Merchandiserin verlor ihre BU-Klage, weil sie ihre Tätigkeit nicht konkret genug beschrieb und 50 % Berufsunfähigkeit nicht bewiesen waren.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Schlaganfall
  • Nierenerkrankung
  • Merchandiser

LG Bielefeld · Urteil vom · 8 O 181/15

Dekorateurin: Mehrere Leiden ergeben zusammen keine 50 % BU

Drei Gutachter sahen bei einer Schauwerbegestalterin je nur geringe Einschränkungen. Auch prägende Tätigkeiten blieben möglich – Klage abgewiesen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Handverletzung
  • Rückenleiden
  • Dekorateur

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 126/18

Krankenschwester verschweigt Rückenbeschwerden: Arglistanfechtung wirksam

Wer kurz vor Antragstellung behandelte Rückenbeschwerden mit Krankschreibung verschweigt, kann den BU-Vertrag durch Arglistanfechtung verlieren.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Gutachten und Beweis
  • Rückenleiden
  • Pflegekraft

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 39/18

Chronisches Schmerzsyndrom kann BU begründen, auch ohne Messbefund

Ein chronisches Schmerzsyndrom ist eine versicherte Krankheit. Ein Kfz-Servicemitarbeiter erhielt BU-Rente, obwohl Schmerzen nicht messbar sind.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Gutachten und Beweis
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Chronische Schmerzen
  • Kfz-Servicemitarbeiter

LG Kleve · Urteil vom · 6 O 90/14

Auszubildende ist berufsunfähig: Berufsbild folgt der Ausbildungsordnung

Bei Azubis bestimmt die Ausbildungsordnung das Berufsbild. Eine angehende Mechatronikerin mit Ehlers-Danlos-Syndrom erhält ihre BU-Rente.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Ehlers-Danlos-Syndrom
  • Auszubildender Mechatroniker

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 178/16

Betriebsschlosser mit Rückenleiden: Verweisung auf Hausmeister scheitert

Kann der Versicherte auch den Verweisungsberuf gesundheitlich nicht ausüben, ist er berufsunfähig. Hier scheiterte die Verweisung auf Hausmeister.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Verweisung auf einen anderen Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Bandscheibenvorfall
  • Rückenleiden
  • Betriebsschlosser

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 75/17

Unternehmerin mit schwerer Depression nach Insolvenz ist berufsunfähig

Eine schwere Depression nach der Insolvenz der eigenen Firma kann zur BU führen – auch wenn der Gutachter des Versicherers widerspricht.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Selbständige und Umorganisation
  • Depression
  • Geschäftsführerin

OLG Köln · Urteil vom · 20 U 10/15

Chemikalien-Überempfindlichkeit (MCS) ohne Krankheitsnachweis: keine BU

Wer nur befürchtet, krank zu werden, ist nicht berufsunfähig. Die Krankheit muss objektiv nachgewiesen sein – bei MCS gelang das hier nicht.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Multiple Chemikaliensensitivität (MCS)
  • Bürokaufmann

OLG Düsseldorf · Urteil vom · 4 U 110/16

Migräne in Schüben: Keine BU ohne ununterbrochene Beeinträchtigung

Laut OLG Düsseldorf begründen episodische Migräneanfälle keine BU, wenn die Bedingungen ein ununterbrochenes Außerstandesein verlangen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Migräne
  • Depression
  • Pflegekraft

LG Essen · Urteil vom · 18 O 100/16

Kfz-Mechaniker mit chronischem Schmerzsyndrom ist berufsunfähig

Auch nicht messbare Schmerzen können zur Berufsunfähigkeit führen, wenn ein Gutachter sie anhand von Befunden und Behandlungsverlauf für glaubhaft hält.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Chronische Schmerzen
  • Rückenleiden
  • Kfz-Mechaniker

OLG Hamm · Hinweisbeschluss vom · 6 U 92/17

Busfahrer muss beweisen, dass BU erst nach Vertragsbeginn eintrat

Wer schon vor Vertragsbeginn berufsunfähig gewesen sein könnte, muss das Gegenteil beweisen. Ein Busfahrer mit PTBS scheiterte daran.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Depression
  • Berufskraftfahrer

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 194/16

Leistungseinstellung unwirksam: Versicherer muss Besserung voll beweisen

Nach einem Anerkenntnis muss der BU-Versicherer die Gesundheitsbesserung voll beweisen – auch bei psychischen Erkrankungen. Die Rente läuft weiter.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Angststörung
  • Unternehmensberater

OLG Hamm · Hinweisbeschluss vom · 20 U 96/17

Leistungseinstellung unwirksam: Gutachten nur geschwärzt übersandt

Stützt der BU-Versicherer eine Leistungseinstellung auf ein Gutachten, muss er es ungeschwärzt übersenden. Sonst ist die Einstellung unwirksam.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression

BGH · Urteil vom · IV ZR 535/15

BU-Grad: Untrennbare Teiltätigkeiten dürfen nicht isoliert bewertet werden

Kann eine Hauswirtschafterin den schweren Großeinkauf nicht mehr bewältigen, zählt nicht nur dessen Zeitanteil. Der BGH verwies den Fall zurück.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Mit Praxistipp
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Rückenleiden
  • Chronische Schmerzen
  • Hauswirtschafterin

LG Dortmund · Urteil vom · 2 O 355/14

Busfahrer mit PTBS: BU muss nach Vertragsbeginn eingetreten sein

Der Versicherte war als Busfahrer berufsunfähig, konnte aber nicht beweisen, dass die BU erst nach Versicherungsbeginn eintrat. Klage abgewiesen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Depression
  • Berufskraftfahrer

BGH · Beschluss vom · IV ZR 510/15

Rücktritt: Gericht muss auf Kausalitätsgegenbeweis hinweisen

Ein verschwiegenes Leiden führt nur zur Leistungsfreiheit, wenn es für die BU ursächlich ist. Darauf muss das Gericht hinweisen.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Mit Praxistipp
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankung
  • Unfallverletzung

LG Münster · Urteil vom · 115 O 123/12

Geschäftsführerin mit Depression: Vier BU-Versicherer müssen zahlen

Eine Geschäftsführerin, die wegen Depressionen berufsunfähig wurde, erhält BU-Renten und Beitragsfreiheit aus vier Zusatzversicherungen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Beiträge, Dynamik und Zinsen
  • Depression
  • Geschäftsführer

LG Duisburg · Urteil vom · 10 O 49/14

Dialyse-Krankenschwester mit schwerer Migräne ist berufsunfähig

Häufige Migräneattacken machten eine Dialyse-Krankenschwester berufsunfähig. Objektive Befunde sind für den Nachweis nicht zwingend erforderlich.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Migräne
  • Depression
  • Pflegekraft

LG Arnsberg · Urteil vom · 2 O 26/13

Bestatter mit Depression und Zwangsstörung ist berufsunfähig

Ein selbständiger Bestatter, der wegen psychischer Erkrankungen keinen Kontakt zu Kunden und Verstorbenen mehr haben kann, erhält die volle BU-Rente.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Gutachten und Beweis
  • Depression
  • Angststörung
  • Bestatter

OLG Köln · Urteil vom · 20 U 9/14

Ausbildungsleiterin mit Depression erhält BU-Rente (fingierte BU)

Wer sechs Monate ununterbrochen zu mindestens 50 % berufsunfähig war, gilt nach den Bedingungen als berufsunfähig – auch ohne Dauerprognose.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Gutachten und Beweis
  • Depression
  • Burnout
  • Lehrer

OLG Düsseldorf · Urteil vom · 4 U 104/13

Kfz-Meister: Landgericht muss Beweis über Berufsunfähigkeit erheben

Das OLG hob ein klageabweisendes Urteil auf: Über Berufsbild und Erkrankungen eines Kfz-Meisters muss Beweis erhoben werden.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Gutachten und Beweis
  • Beiträge, Dynamik und Zinsen
  • Chronische Schmerzen
  • Depression
  • Kfz-Meister

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 82/12

Verkäufer scheitert: Gutachten sieht Aggravation statt BU

Das OLG Hamm verneinte die BU eines Verkäufers nach psychiatrischem Gutachten. Testunterlagen des Gutachters musste es nicht herausgeben lassen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Chronische Schmerzen
  • Verkäufer

LG Köln · Urteil vom · 26 O 283/07

Vermögensberater: Psychische BU nicht bewiesen, Klage abgewiesen

Ein selbständiger Vermögensberater konnte Depression und Panikstörung nicht objektiv belegen. Das Gericht verneinte die Berufsunfähigkeit.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Angststörung
  • Vermögensberater

LG Kleve · Urteil vom · 6 O 81/12

Klage scheitert an zu pauschaler Tätigkeitsbeschreibung

Ein Kfz-Meister verlor, weil er weder seinen Arbeitsalltag noch die Folgen seiner Erkrankungen für den Beruf konkret darlegte.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Chronische Schmerzen
  • Depression
  • Kfz-Meister

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 11/10

BU-Rente endet mit vereinbartem Ablauf der Zusatzversicherung

Laut OLG Hamm endet eine laufende BU-Rente mit dem vereinbarten Ablauf der BUZ, auch wenn die Lebensversicherung länger laufen sollte.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Weitere Rechtsfragen
  • Gutachten und Beweis
  • Selbständiger

BGH · Beschluss vom · IV ZR 224/10

BGH: Ende der BUZ bedeutet nicht automatisch Ende der Rente

Der BGH hob ein Urteil zur Laufzeit einer BU-Rente wegen eines Gehörsverstoßes auf und deutete an, dass Versicherungs- und Leistungsdauer abweichen können.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Mit Praxistipp
  • Weitere Rechtsfragen
  • Gutachten und Beweis

OLG Düsseldorf · Urteil vom · I-4 U 144/10

Rücktritt: Angaben gegenüber dem Vermittler müssen geprüft werden

Das OLG Düsseldorf hob ein Urteil auf, das Rücktritt und Anfechtung ohne Beweisaufnahme zu den Angaben gegenüber dem Vermittler bestätigt hatte.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Gutachten und Beweis
  • Depression

LG Bochum · Urteil vom · 4 O 313/09

Bankfilialleiter mit Angst- und Panikstörung erhält BU-Rente

Das LG Bochum sprach einem psychisch erkrankten Bankfilialleiter BU-Rente und Beitragsbefreiung zu, eine Dynamik-Erhöhung der Rente aber nicht.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Psychische Erkrankungen
  • Beiträge, Dynamik und Zinsen
  • Angststörung
  • Depression
  • Bankkaufmann

OLG Hamm · Urteil vom · I-20 U 64/10

Ladeninhaber nicht berufsunfähig: Umorganisation zumutbar

Ein Ladeninhaber mit Schulterbeschwerden ist nicht berufsunfähig, wenn er schwere Lasten und Überkopfarbeiten durch Umorganisation vermeiden kann.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Selbständige und Umorganisation
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Schulterleiden
  • Arthrose
  • Selbständiger Einzelhändler

OLG Hamm · Urteil vom · I-20 U 11/10

BU-Rente endet mit vereinbartem Ablauf der Zusatzversicherung

Ist im Versicherungsschein ein Ablauf der BU-Zusatzversicherung vereinbart, endet auch eine laufende BU-Rente zu diesem Zeitpunkt.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Weitere Rechtsfragen
  • Gutachten und Beweis

LG Dortmund · Urteil vom · 2 O 501/07

Neuer Arbeitsvertrag reicht nicht: Der zuletzt ausgeübte Beruf zählt

Ein Baumeister verunglückte am ersten Tag einer neuen Stelle. Maßgeblich blieb seine frühere Geschäftsführertätigkeit, deren Bild er nicht belegen konnte.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Unfallverletzung
  • Handverletzung
  • Bauunternehmer

BGH · Urteil vom · IV ZR 140/08

Arglist bei Rückenbeschwerden: Versicherer darf ganzen Vertrag anfechten

Bei arglistig verschwiegenen Vorerkrankungen fällt der ganze BU-Vertrag weg – nicht nur ein Ausschluss für das verschwiegene Leiden.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Mit Praxistipp
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Gutachten und Beweis
  • Rückenleiden
  • Psychische Erkrankung
  • Musiklehrer

OLG Köln · Urteil vom · 20 U 165/08

Nach Ausbildungsende zählt der erlernte Beruf bei der Nachprüfung

War die Versicherte bei Eintritt der BU in Ausbildung, zählt bei der Nachprüfung der später ausgeübte Zielberuf. Einstellung unwirksam.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Nachprüfung und Leistungseinstellung
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gehirnblutung
  • Bürokaufmann

LG Dortmund · Urteil vom · 2 O 478/04

Werkschutz nach Herzinfarkt: Verweisung auf Bürodienst ist zumutbar

Nach zwei Herzinfarkten darf ein Werkschutzmitarbeiter auf seine Bürotätigkeit verwiesen werden, wenn das Einkommen weniger als 15 % sinkt.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Verweisung auf einen anderen Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Herzerkrankung
  • Werkschutzmitarbeiter

OLG Köln · Beschluss vom · 20 W 11/08

Kein selbständiges Beweisverfahren, wenn das Berufsbild streitig ist

Ein vorgezogenes Gutachten zur BU ist unzulässig, wenn erst Zeugen das Berufsbild klären müssen – so bei einer Drogerie-Verkäuferin.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Rückenleiden
  • Allergie
  • Verkäufer

OLG Köln · Beschluss vom · 5 U 177/07

Friseurmeisterin mit einer Stunde Arbeit am Tag: Keine Berufsunfähigkeit

Maßgeblich ist der tatsächlich ausgeübte Beruf zum Zeitpunkt des Versicherungsfalls – nicht eine erst geplante Vollzeittätigkeit.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Fibromyalgie
  • Chronische Schmerzen
  • Friseur

OLG Düsseldorf · Urteil vom · 4 U 39/04

Außendienstler mit Rückenleiden: 50-%-Grad nicht bewiesen

Wer den Grad der Berufsunfähigkeit von 50 % nicht beweisen kann, verliert – auch bei Bandscheibenvorfällen und anerkannter Erwerbsunfähigkeitsrente.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gutachten und Beweis
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Bandscheibenvorfall
  • Rückenleiden
  • Außendienstmitarbeiter

OLG Köln · Urteil vom · 5 U 164/06

Falsch bezeichneter Versicherer: Klage auf BU-Rente nicht verloren

Richtet sich die BU-Klage gegen eine falsch bezeichnete Konzerngesellschaft, muss das Gericht das Rubrum berichtigen. Die Klage ist nicht verloren.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Weitere Rechtsfragen
  • Gutachten und Beweis
  • Tinnitus
  • Erschöpfungszustand
  • Beamter

BGH · Urteil vom · IV ZR 46/06

Kulanzvereinbarung ohne Aufklärung darf Prüfzeitpunkt nicht verschieben

Der BGH stärkt Versicherte: Befristete Kulanzvereinbarungen ohne Aufklärung über ihre Nachteile kann der BU-Versicherer nicht zu seinen Gunsten nutzen.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Mit Praxistipp
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Angststörung
  • Versicherungsfachwirt

BGH · Urteil vom · IV ZR 232/03

Verlorene Fachkenntnisse begründen keine spätere Berufsunfähigkeit

Wer auf einen Vergleichsberuf verweisbar ist, wird nicht dadurch berufsunfähig, dass ihm später das Fachwissen fehlt. Nur Gesundheit zählt.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Mit Praxistipp
  • Verweisung auf einen anderen Beruf
  • Gutachten und Beweis
  • Unfallverletzung
  • Depression
  • Straßenbaumeister

LG Köln · Urteil vom · 23 O 508/02

Nach Schädel-Hirn-Trauma: Nur Teilrente bei BU-Grad unter 50 %

Ein selbständiger Versicherungsmakler erhielt nach einem Unfall nur für ein Jahr eine Drittel-Rente, weil sein BU-Grad laut Gutachten danach sank.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Gutachten und Beweis
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Unfallverletzung
  • Versicherungsvermittler

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 128/05

Rücktritt: Gericht muss Einfluss der verschwiegenen Erkrankung prüfen

Das OLG Hamm hob ein Urteil auf: Ob verschwiegene Beschwerden mit der BU-Ursache zusammenhängen, braucht ein medizinisches Gutachten.

  • Zurückverwiesen / offen
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Gutachten und Beweis
  • Rückenleiden
  • Maschinenreiniger

OLG Köln · Urteil vom · 5 U 93/03

Klagefrist nicht in Gang gesetzt: Hinweis auf Ärzteausschuss fehlte

Die alte Sechsmonats-Klagefrist lief nicht, weil der Versicherer im Ablehnungsschreiben nicht klar zum Ärzteausschuss Stellung genommen hatte.

  • Zugunsten der Versicherten
  • Leistungsantrag und Mitwirkung
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Suchterkrankung

OLG Köln · Urteil vom · 5 U 53/03

Verharmloste Beschwerden vor Demenz-Diagnose: Rücktritt wirksam

Wer ungeklärte neurologische Symptome als harmlos darstellt, verletzt die Anzeigepflicht – auch wenn er Arztbesuche erwähnt. Der Rücktritt hielt.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Gesundheitsfragen, Rücktritt und Anfechtung
  • Gutachten und Beweis
  • Demenz

OLG Hamm · Urteil vom · 20 U 65/02

Vergleich ist kein Anerkenntnis, aber sechs Monate AU begründen BU

Ein Vergleich über einen begrenzten Zeitraum bindet den Versicherer nicht wie ein Anerkenntnis. Sechs Monate Arbeitsunfähigkeit können aber BU auslösen.

  • Teilweise erfolgreich
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Gutachten und Beweis
  • Knieverletzung
  • Unfallverletzung
  • Raumausstatter

OLG Düsseldorf · Urteil vom · I-4 U 174/02

Gerichtsvollzieher: Dienstunfähigkeit ohne Beamtenklausel reicht nicht

Die Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit beweist ohne Beamtenklausel keine BU. Teilzeitfähigkeit kann den Anspruch ausschließen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Berufsunfähigkeit und letzter Beruf
  • Psychische Erkrankungen
  • Depression
  • Burnout
  • Gerichtsvollzieher

OLG Köln · Urteil vom · 5 U 77/00

Befristete Kulanzleistung ist kein bindendes Anerkenntnis

Zahlt der Versicherer befristet aus Kulanz und macht das klar, ist er nicht an ein Anerkenntnis gebunden. Der Versicherte muss BU dann selbst beweisen.

  • Zugunsten des Versicherers
  • Anerkenntnis, Befristung und Vergleich
  • Gutachten und Beweis
  • Chronisches Fatigue-Syndrom
  • Psychische Erkrankung
  • Marketing-Manager

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